05.09.2010
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Zitat des Tages
"Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der Teufel."
(William Rogers, am. Humorist, 1879-1935)

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FAQs - Frequently Askes Questions

Seid Ihr rechtsradikal?

Nein. Die Corps sind gegründet auf den Grundlagen der Liberalität und Toleranz im Sinne der Aufklärung. Wir bekennen uns ohne Vorbehalt zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, in dem unsere Werte enthalten sind. Jede Art von Radikalismus, ob von rechts, links oder religiöser Art lehnen wir kompromisslos ab.

 

Aber zumindest antiquiert?

Nein. Wir pflegen Bräuche und Traditionen, die dem Corpswesen eigen sind. Die meisten sind über 100 Jahre alt, bilden eine lebenswerte Grundlage studentischer Freundschaft und haben sich bis heute bewährt. Sie dienen dazu, den Studenten eine verbindende Identität zu geben und den Zusammenhalt der Generationen zu gewährleisten. Bei uns gilt das Lebensbundprinzip. In einer Form des Gesellschaftsvertrages stellen die älteren Generationen durch das Corpshaus, das Know-how und auch finanzielle Mittel Ressourcen zur Verfügung, die der jungen Generation beim Studium und beim Weg in das Berufsleben helfen sollen, umgekehrt pflegt aber auch die jüngere Generation die gemeinsamen Werte, hält das Corps am Leben, gibt Veranstaltungen und sichert den Fortbestand des Corps. Deshalb ist es wichtig, dass sich ein Corpsangehöriger, der vor 30 Jahren studierte genauso im Corps wiederfindet, wie der, der momentan studiert. Ansonsten gestalten die aktuell studierenden Corpsbrüder das Semester nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen. Von unserer Einstellung her sind wir modern und offen.

 

Ich habe gehört, Verbindungsstudenten seien alles Säufer?

Volltreffer! Gegen solche Pauschalaussagen wehren wir uns! Bei unseren Veranstaltungen wird nicht mehr als bei sonstigen Studentenfeiern getrunken. Eine Trinkpflicht gibt es bei uns nicht. Es bleibt jedem selber überlassen, was und wie viel er trinkt. Wer Wasser und keinen Alkohol trinken möchte, wird nicht schief angeschaut.

 

Warum fechtet ihr?

Wir beginnen damit aus studentischer Tradition und treiben es aus Freude weiter, wie es jedem einzelnen gefällt. Punkt.

 

Ist das Fechten nicht gefährlich?

Nein. Die Mensur ist auf keinen Fall lebensgefährlich. Eine ärztliche Untersuchung geht ihr voraus und ein Arzt ist immer anwesend. Die Bilder des zerhackten Studenten aus der Kaiserzeit gibt es dank wesentlich verschärftem Regelwerk heute nicht mehr. Heute ist die Mensur ein kalkulierbares Risiko.

 

Kostet mich das Corps nicht zuviel Zeit?

Nein. Viel – aber in Anbetracht des exklusiven Angebots keinesfalls zuviel. Das Corps verlangt Zeit und Einsatz von seinen Mitgliedern. Trotzdem geht ein erfolgreiches Studium vor. Dies fördert das Corps durch interne Weiterbildungsmaßnahmen wie Rhetorikkurse und Vorträge sowie durch externe Angebote, die auch Frauen offenstehen. Außerdem unterstützen die Semesterälteren und unsere Alten Herren, die schon im Berufsleben stehen, ihre jüngeren Corpsbrüder mit Rat und Tat im Studium. Damit wiegt sich der Zeitaufwand mehr als auf, ganz abgesehen vom Spaß!

 

Wie kann ich Mitglied werden?

Du musst immatrikulierter Student an der TU Bergakademie sein und darfst nicht vorbestraft sein. Das ist schon alles. Wirst Du aufgenommen, so bist du zunächst ein "Fuchs". Füchse bilden den äußeren Kreis eines Corps. Sie tragen keine Verantwortung, haben aber auch kein Stimmrecht. Sie beteiligen sich voll am Corpsleben, können sich alles anschauen und im Zweifel jederzeit das Corps wieder verlassen. Anders herum lernen die "Vollmitglieder" - die Corpsburschen - die Füchse kennen und können entscheiden, ob sie zum Corps passen. Diesem wird am Ende der Fuchsenzeit durch eine Abstimmung Ausdruck verliehen. Man muss ja ein Leben lang zueinander stehen!

 

Warum nehmt Ihr keine Frauen auf?

Zunächst wollen wir Beziehungskonflikte aus unserer Gemeinschaft heraushalten. Eine andere Sache ist die Rückzugsmöglichkeit in eine gleichgeschlechtliche Gruppe. Was wohl jedem vertraut sein dürfte: Es ist etwas anderes, wenn man nur mit seinen Freunden weggeht als wenn jeder seine Freundin mitbringt. Wenn Frauen unter sich sind, ist das gewiss nicht anders. Bei bestimmten Veranstaltungen wollen wir deshalb auch mal unter uns sein: auf den Conventen (Versammlungen), den sogenannten Kneipen und den Mensurtagen. Ansonsten gehören unsere Freundinnen und Ehefrauen ganz selbstverständlich zu unserer "großen Familie" dazu.

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