05.09.2010
Anmeldung
Benutzer:

Kennwort:
 
Zitat des Tages
"Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der Teufel."
(William Rogers, am. Humorist, 1879-1935)

Valid HTML 4.01!

Geschichte der Technischen Universität Bergakademie Freiberg

Die Bergakademie Freiberg wurde 1765, in der Zeit der Aufklärung, durch Prinz Xaver von Sachsen nach den Plänen von Friedrich Wilhelm von Oppel, Carl Wilhelm Benno von Heynitz und Friedrich Anton von Heynitz unter dem Namen Königlich-Sächsische Bergakademie zu Freiberg als Ausbildungsstätte für Bergleute gegründet und ist damit nach Potosí (Bolivien, 1557–1786), Kongsberg (Norwegen, 1757-1814), Banská Štiavnica (1762–1919) und Prag (1762–1772) die fünftälteste montanwissenschaftliche, das heißt auf den Bergbau bezogene Bildungseinrichtung der Welt.

 

An der Bergakademie wurden zwei chemische Elemente von Freiberger Wissenschaftlern entdeckt: 1863 das Indium von Ferdinand Reich und dem Sachsen-Preussen Theodor Richter, 1886 das Germanium von Clemens Winkler. Bis zur Gründung der Technischen Universität Dresden im Jahre 1871 war die Bergakademie Freiberg die höchste technische Bildungseinrichtung des Königreiches Sachsen. Die Universität wurde 1899 mit einer Technischen Hochschule gleichgestellt, erhielt 1905 Promotionsrecht für den Grad eines Dr.-Ing. und 1939 für den eines Dr. rer. nat. Sie hat seit 1940 eine Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen und seit 1955 eine ingenieurökonomische und mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät. Meist werden mit der TU Bergakademie die Geowissenschaften verbunden, in denen sie Weltruf besitzt und die größte Gesteins- und Mineraliensammlung der Welt vorweisen kann. Diese wird ab 2008 in Schloss Freudenstein ausgestellt werden.

 

Studium an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg

Die TU Bergakademie Freiberg ist zwar die kleinste der vier Universitäten im Freistaat Sachsen, allerdings lautet der inoffizielle Slogan ihrer Studenten nicht umsonst: „Klasse statt Masse“. Nachfolgende Eckdaten kennzeichnen das Leistungsvermögen der TU Bergakademie: Im Wintersemester 2006/07 waren 4.508 Studierende, davon 35,2 Prozent weiblich und 10,1 Prozent Ausländer an der TUBAF immatrikuliert, hiervon 992 Studienanfänger. Derzeit werden in der Fakultät für Mathematik und Informatik, der Fakultät für Chemie und Physik, der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik, der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie und in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 32 Studiengänge angeboten, darunter fünf Bakkalaraureusstudiengänge, ein englischsprachiger Masterstudiengang sowie zwei Aufbaustudiengänge. 90 Prozent der in den Diplomstudiengängen eingeschriebenen Studenten studieren innerhalb der Regelstudienzeit.

 

Gekennzeichnet ist die TUBAF weiterhin durch eine hohe Praxisorientierung und zahlreiche Kooperationen mit der Privatwirtschaft, was unter anderem einen, bezogen auf die Studentenzahlen, hohen Drittmittelumfang von über 21 Millionen Euro im Jahr 2006 nach sich zog. Mit der Dr. Erich Krüger Stiftung erhielt die TU Bergakademie Freiberg im Dezember 2006 zudem das mit einem dreistelligen Millionenbetrag größte Stiftungsvermögen einer staatlichen Hochschule in Deutschland. Die Universität erhält damit aus dem ihr übertragenen Immobilienvermögen des Münchner Unternehmers und gebürtigen Freibergers Peter Krüger jährlich auf unbegrenzte Zeit ca. 20 Millionen Euro. Dies entspricht in etwa dem Betrag, den die ausgewählten Universitäten der Exzellenzinitiative erhalten. Die TUBAF unterhält 43 Hochschul-Kooperationsvereinbarungen mit namhaftenausländischen Universitäten über Zusammenarbeit in Lehre und Forschung.

Galerie Technische Universität Bergakademie Freiberg
© 2005 Corps Saxo Borussia Freiberg, alle Rechte vorbehalten.
Site powered by Tramizu-Engine v1.0 © connox-gmbh.de